Islam und Naher Osten zwischen Medien und Wissenschaft: Publikumsanlass

organisiert durch ZHAW & Universität Zürich

Universität Zürich

Beginn: Donnerstag, 23.11.2017 um 18:15

Ende: Donnerstag, 23.11.2017 um 20:00

  • Bericht zur Veranstaltung

    Islamwissenschaftler suchen den Dialog mit Journalisten: Siehe Beitrag im LINK

  • Publikumsanlass

    Themen aus den Bereichen Islam und Naher Osten erscheinen jeden Tag in den Medien, und auch über das schnell wieder vergessene Tagesaktuelle hinaus spielen sie eine zunehmend wichtige Rolle im öffentlichen, medial vermittelten Diskurs.

     

    Die Islamwissenschaft ist verpflichtet, der Öffentlichkeit fundiertes Wissen über diese beiden komplexen Themenfelder anzubieten. Oft entsteht jedoch  ein Kontakt zwischen Journalisten  und Islamwissenschaftlern bzw. zwischen der Medienlogik und derjenigen der Wissenschaft,  erst im Angesicht von akuten Krisen, über die möglichst rasch Informationen abgefragt werden sollen.

     

    Wenn dann geeignete Gesprächspartner zusammenfinden, stößt die Kommunikation nicht selten auf Hindernisse, indem grundlegende Kenntnisse und Probleme in Gesellschaft, Kultur, Politik und Religion vermittelt und dabei komplexe Themen auf das Wesentliche heruntergebrochen werden müssen. Die Kommunikation zwischen Islamwissenschaftlern und Journalisten wird durch mehrere Faktoren beeinflusst, nämlich durch unterschiedliche Erwartungen und Vorannahmen aller Beteiligten sowie durch Zwänge, welchen sowohl Medienschaffende als auch die Wissenschaftlerinnen ausgesetzt sind. Die kommunikative Gemengelage macht die Erwartung von Journalisten und Publikum verständlich, „neutrale Experten“ vorzufinden, verweist aber zugleich darauf, dass dies gerade in den hier oft hoch politisierten Themenfeldern nicht ohne Irritation möglich ist. So  fliessen beispielsweise auch in der europäischen Flüchtlingskrise eine Vielzahl von jeweils komplexen Problemen zusammen, welche häufig die Nahost-/Islamwissenschaft berühren und zugleich eine verantwortliche und differenzierte Diskussion notwendig machen.

    Die geplante, von Medien- und Islamissenschaftlern gemeinsam organisierte Tagung soll – auf der Basis von empirischen Evidenzen – mindestens folgende Fragen diskutieren:

    ·     Welches Bild vermitteln Massenmedien über den Islam und den Nahen Osten?

    ·     Welche Selektionslogiken und Framingprozesse spielen dabei eine Rolle und wie sind diese zu erklären?

    ·     Inwiefern unterscheiden sich bei der Inszenierung von Medienrealitäten so genannte Qualitätsmedien von Gratis- oder Boulevardmedien?

    ·     Wieviel Komplexität ist bei der Kommunikationsarbeit von Wissenschaftler sinnvoll und zumutbar?

    ·     Was lässt sich über Medieneffekte sagen, bzw. inwiefern prägt das medial vermittelte Bild auch Wahrnehmungsstrukturen von Bürgerinnen und Bürgern?

     

    Auf Seiten der beim Gespräch zwischen Journalist und Fachwissenschaftler indirekt anwesenden Rezipienten trägt zudem die Abgrenzung vom „Anderen“ wesentlich zur Konstruktion ihres Selbstbildes bei, auch wenn dieser Andere längst Teil unserer Gesellschaft wird. An der Tagung soll deshalb auch der Frage nachgegangen werden, wie es gelingen könnte, trotz restriktiver Medienlogik jenseits von krisenhaften Ereignissen wichtige, aber dem Schweizer Publikum wenig bekannte Themen zu Islam und Naher Osten in die Öffentlichkeit zu tragen.

     

    An der von der SGMOIK und der SGKM zusammen organisierten Tagung „Islam und Naher Osten zwischen Medien und Wissenschaft“ sollen journalistische, islam- und medienwissenschaftliche Sichtweisen miteinander ins Gespräch gebracht werden. Ziel ist es, im Austausch die Kernprobleme und Chancen der angedeuteten kommunikativen Situationen zu bestimmen und die Voraussetzungen für eine gelingende Kommunikation zu verbessern.

    Anhand von Fachvorträgen, Erfahrungsberichten und Roundtables sollen Faktoren des Gelingens oder Scheitern kommunikativer Handlungen und Inszenierungsmuster analysiert werden. Dabei sollen die unterschiedlichen Erwartungen von Fachwissenschaftlern und Medienorganisationen bzw. Journalisten herausgearbeitet, die Weiterverarbeitung islamwissenschaftlichen Wissens betrachtet und möglicherweise Verbesserungsvorschläge entworfen und herausgearbeitete Thesen an einer öffentlichen Podiumsveranstaltung diskutiert werden.

     

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Informationen

  • Anfahrt

    Adresse des Veranstaltungsorts

    Rämistrasse 71 8006 Zürich Schweiz

    Anfahrtsbeschreibung:

    Alle Räume sind unter foldenem Link zu finden:
    https://www.plaene.uzh.ch/

    Die Hauptveranstaltung findet im Hauptgebäude im Raum KOL-E-18 statt.

    Das Vorprogramm beginnt in Raum KAB-G-01 und findet anschliessend in unterschiedlichen Gebäuden & Räumen in unmittelbarer Nähe statt:

    KAB-G-01
    RAI-F-041
    KOL-E-18
    KOL-F-123
    KOL-H-321

     

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