BIOGAS - FÜR DIE ZUKUNFT GERÜSTET

    Infotag zur konsequenten Flexibilisierung von Biogasanlagen und Wärmenutzung

    am Mittwoch, 18.10.2017 in Straubing

    Was ist "konsequente Flexibilisierung"?

    In Verbindung mit einer hochwertigen Wärmenutzung mittels Wärmenetzen tragen Biogasanlagen doppelt zum Klimaschutz bei: mit der Verdrängung fossiler Energieträger sowohl auf der Stromseite als auch auf der Wärmeseite. Unverzichtbar für die Energiewende werden sie jedoch durch ihren wertvollen Beitrag zur Versorgungssicherheit, die Wind und Sonne alleine nicht bieten können. Denn Bioenergie in Form der geernteten Substrate ist speicherbar und wirkt wie eine kostengünstige Batterie für erneuerbaren Strom. Doch für das Zusammenspiel zwischen den fluktuierenden erneuerbaren Energien und Strom aus Biogasanlagen ist es notwendig, dass er flexibel und bedarfsorientiert eingespeist wird. Dazu muss die Stromerzeugung auf die Stunden mit den höchsten Börsenpreisen konzentriert werden. Zugleich wird bei unveränderter Jahresstromerzeugung die elektrische Leistung um den Faktor 3 bis 5 deutlich erhöht. Das nennen wir eine "starke" oder "konsequente" Flexibilisierung.

    Die gute Nachricht: für viele Biogasanlagen ist die Investition in eine Umstellung vom Grundlastbetrieb auf flexible Fahrweise schon jetzt betriebswirtschaftlich attraktiv – dank Flexprämie, aber auch wegen zusätzlicher Pluspunkte.  

    Der Flexdeckel im EEG erfordert baldige Entscheidung der Betreiber

    Maßgeblich mit angestoßen durch unsere bisher 16 Veranstaltungen zu FlexBiogas rollt die Flexwelle inzwischen. Allerdings gemessen an dem enormen Potenzial und der großen Bedeutung von flexibel betriebenen Biogasanlagen für die künftige Versorgungssicherheit beim Strom, noch lange nicht ausreichend. Von dem 1350 MW-Flex-Deckel im EEG sind noch fast 1000 MW nicht ausgeschöpft (Stand Juni 20217)..

    Dies veranlasst uns zu der Einschätzung, dass Betreiber, die vor 2019 mit einer flexibilisierten Anlage in Betrieb gehen, mit Sicherheit noch „unter den Flex-Deckel passen“. Heißt aber auch, dass eine Entscheidung für eine konsequente  Flexibilisierung spätestens vor dem Frühjahr 2018 fallen sollte. Danach könnte es knapp werden, d.h. die Inbetriebnahme könnte zu spät kommen und die Investition dann ohne die notwendige  Förderung über die Flexibilitätsprämie im EEG entwertet werden.

    Was bietet der Infotag?

    Die Veranstaltung informiert kompakt an einem Tag über Voraussetzungen und Chancen einer starken, konsequenten Flexibilisierung und die notwendigen Schritte. Dazu dienen Vorträge erfahrener Fachleute in Verbindung mit viel Zeit für Fragen und Diskussionen unmittelbar im Anschluss an die Vorträge. In den bewusst langen Pausen besteht viel Zeit für Gespräche zwischen den Teilnehmern und mit den ausstellenden Firmen, die spezielle Anlagen und Dienstleistungen für die Flexibilisierung von Biogasanlagenanbieten. Letztere sind neben den Vorträgen und Diskussionen ein wesentliches Element der Informationsvermittlung.

    Unser Ziel: Nach dem Infotag sollen die Betreiber beurteilen können, ob und wie der Weg einer konsequenten Flexibilisierung eingeschlagen werden kann. Diese Entscheidung sollte bald getroffen werden, denn das zentrale Förderinstrument der Flexibilitätsprämie nach dem EEG ist durch den „Flexdeckel“ von 1.350 MW zeitlich begrenzt.

  • Anfahrt

    Adresse des Veranstaltungsorts

    Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe - Schulungs- und Ausstellungszentrum SAZ Schulgasse 18 94315 Straubing Deutschland
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